Album "Gemischte Tüte"
11 sorgfältig ausgewählte Geschichten aus der Jugend und dem
Leben eines Kölsche Jung (Chris), geboren in den frühen 70ern.
Liebevoll in leichtem Kölsche Dialekt getextet. Texte mit
Tiefgang, persönlich, witzig, nachdenklich, nostalgisch,
wehmütig, chillig, mit Hand und Herz von Chris
geschrieben.
So vielfältig wie die Süßigkeiten in einer gemischten Tüte, dem
namensgebenden Titelsong, wird die Gefühlswelt durcheinander
gewirbelt. Genauso vielfältig sind die Musikstile, von Rock
über Western, Elemente von Gospel und Reggae, uvm, mit viel
Gefühl und Bedacht gewählt. Melodien, die man nicht mehr los
wird. Songs, die sich durchaus ihre Zeit nehmen. Geschichten,
in denen sich viele wiederfinden werden und die ein Tränchen in
die Augen treiben.

Der Titelsong des Albums.
Als Kinder sind mein Bruder und ich mit unserem Taschengeld oft
zum Kiosk in der Nähe gelaufen. Für uns natürlich das Paradies,
um uns eine gemischte Tüte zu kaufen. Also eine Papiertüte, die
man mit Süßigkeiten eigener Wahl vom Büdchenbesitzer befüllen
lässt. Der Name des "Büdchen" Besitzers lautete Antonio. Es
hieß, wir hätten seine Existenz gesichert.

Kinder der Achtziger. Nostalgischer Rock.
So waren wir, in den 70ern geboren, in den 80ern aufgewachsen
und der Fortschritt unaufhaltsam.
Karneval, Bretterbuden bauen und Fußball spielen. Keine Handys,
pure Kindheit. Eine Zeit, in der man noch "Indianer" sagen
konnte ohne dass jemand den moralischen Zeigefinger hob.
Nachmittags raus auf die Strasse und wenn die Laternen
angingen, nach Hause.
Westernstyle trifft die erste große Liebe. Hach, die Liebe.
Eines der meist besungenen Themen in der Musik und
Literatur.
Eine Geschichte aus dem Leben. Die Liebe kommt. Die Liebe
vergeht, eine neue Liebe gefunden. Sprunghaft in der Kindheit,
so ist das.

Papa und Mama.
Wir ehren unsere Eltern. Wir können froh sein, wenn wir sie
noch haben.

Fahrrad weg, Mofa her. Neue Freiheit, größere Entfernungen, das
ist Reggae.
Es gab zwei Lager. Die, die Herkules fuhren, Mofas, die schon
eher an ein Moped erinnerten und die Ciaos von Piaggio. Die
sahen eher aus wie ein motorisiertes Fahrrad. Aufgrund der
Farbverfügbarkeit in Pink auch eher bei den Mädchen
beliebt.
Frisieren konnte man beide.

Das Schunkeln oder wie ich es nenne, wippen, im 3/4 Takt. Im Karneval nicht wegzudenken. Lot jonn, auf geht's.

Nicht immer funktioniert alles im Leben so wie geplant.
Manchmal sollte das Motto lauten: "Laufen lassen".
Ein nachdenklicher Rhythm & Blues Song mit
Gospel-Einflüssen über den Mut, Dinge seinen Lauf zu
lassen.
Eintauchen und mitnehmen lassen.

Welch ein Glück, den Partner für's Leben gefunden zu haben,
ohne gesucht zu haben.
Und wenn man auf dem Standesamt als Antwort auf die Frage, ob
sie will "Ja......aber nur weil du es bist." bekommt, dann
brennt sich das in das Gehirn ein. So geschehen, woraufhin die
Standesbeamtin fast einen Herzinfarkt erlitt, denn bei eher
allen vagen Antworten, würde die offizielle Eheschließung
abgebrochen werden. Zum Glück ist alles gut gegangen.
Diese Ballade erzählt von der Suche, dem Aufgeben und dem
Finden des Glücks, wenn man es nicht erwartet.

Ausnahmsweise ein Song, der nicht 1:1 aus meinem Leben erzählt. Puh! Warum dann auf dieses Album? Die satirische Grundlage für die Idee des Songs lieferte ein mit Schreibmaschine abgeschriebener Text auf ein Blatt Papier, das seit mindestens 30 Jahren irgendwo im Keller herumlag und ich kürzlich beim Aufräumen wiederfand.

Es mag mir gestattet sein, auch einen Track mit allgemein politischem Hintergrund und Message in die gemischte Tüte zu packen. Wenn auch schon hunderttausende Mal besungen, geht es in diesem Hip-Hop Track um unsere Zukunft. Deswegen findet er sich in der Chronologie ganz hinten.
